Startseite
  Archiv
  Vegane Ernährung
  Alkoholstopp
  Rauchstopp
  Wer schreibt?
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/lebenswandlung

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Vegan kochen: bisher positive Erfahrungen

Die letzten Tage hatte ich nicht so viel Zeit und Muße, hier was zu schreiben, aber es lief nicht schlecht. Ich bin noch weit von dem sportlichen Pensum entfernt, das ich bräuchte, um mich wieder fit und knackig zu fühlen, aber ich habe an den meisten Tagen irgendwas Kurzes gemacht, entweder eine kleine Runde um den Block oder ein 20-Minuten-Workout in der Mittagspause.

Zum letzten Post möchte ich kurz noch sagen: Sorry, falls der Eindruck entstanden ist, ich hätte mir vor wenigen Tagen nur rgendein Video angeschaut und daraufhin begeistert Hals über Kopf beschlossen, vegan zu leben, ohne mich zu informieren. Ernährung interessiert und beschäftigt mich schon seit vielen Jahren. Daher war das, was in dem Video gesagt wird, für mich nicht wirklich wirklich neu, Ausnahme: Diese Geschichte mit dem Stoff in Milch und Käse war bisher total an mir vorbeigegangen, wahrscheinlich weil ich meinen Milchkonsum vorher nie in Frage gestellt habe - und mich von Käse regelrecht abhängig fühlte. Ich finde das Video ("101 reasons to go vegan") vor allem deshalb empfehlenswert, weil der Referent mal eine völlig andere Sichtweise transportiert als die, die uns beigebracht wird, es ist sehr griffig zusammengefasst und präsentiert.

Was "artgerecht" und natürlich ist für den Menschen, darüber kann man sich trefflich streiten. Die Ernährungs-Foren sind voll von solchen Diskussionen. Ich finde den Paläo-Ansatz zum Beispiel nicht verkehrt, allerdings geht es mir, auch wenn das in diesem Blog bisher nicht zur Sprache kam, bei der vegetarischen/veganen Ernährung auch um die Reduzierung des Tierleids bzw. darum mein Konsumenten-Statement dazu abzugeben. Bio ist auch keine Lösung, wie ich als direkte Anwohnerin eines idyllischen Bauernhofs mit Weidekühen einige Jahre lang (2005-2009) erfahren habe. Die Muttertiere brüllten manchmal tagelang vor unserem Balkon, wenn man ihnen grad ihr Kalb weggenommen hatte. Auch das ist Leid, und damit meine ich nicht die Lärmbelästigung.
Steinzeiternährung mit Fleisch kommt für mich deshalb nicht in Frage. Dennoch danke ich für die interessanten Seitenempfehlungen, ich sehe mich gerne mal um.

Welche Ernährungsform man auch immer wählt, es ist wichtig, sich gründlich zu informieren und darauf zu achten, dass die Vielfalt der Nährstoffe gegeben ist. Sprich, man kann zum obst- und gemüsefreien Pudding-Vegetarier (hab in meinen "Busy years" dank zu vieler Überstunden so gelebt: Es gab jeden Abend Tiefkühlpizza, Kräuterbaguettes, Ofenkäse, panierte Käsetaler und so ... ) oder -Veganer werden und sich damit zugrunde richten, genauso wie man sich als Fleischesser mit viel Salat und Gemüsebeilagen ausgewogen ernähren kann. Als Veganer gilt es vor allem, langfristig auf die Vitamin B12-Zufuhr zu achten, da führt meines Wissens kein Weg an der Supplementierung vorbei.

Zurück zu meinem aktuellen Erfahrungen mit veganer Küche:
Die Rezepte sind absolut alltagstauglich, diese Woche gab es zum Beispiel abends unter anderem Lauchquiche und Spinatrisotto. Der große, spürbare Unterschied liegt vor allem darin: Beides hätte ich mir früher dick mit Sahne zubereitet und mit Käse überbacken, was dann immer Völlegefühl, Magendruck und Unwohlsein zur Folge hatte, das ist hier nach dem Essen nicht so und trotzdem ist man gut satt.
Was bei der "Next Generation" nicht gut ankam, waren die Ofen-Süßkartoffeln (Kritik: zu süß) und "Sahne"-Saucen mit Mandelmus (auch zu süß). Die selben Gerichte mit normalen Kartoffeln und Cashewmus statt Mandelmus hingegen wurden begeistert verschlungen. Wenn man's denn weiß :-)

Ganz wunderbar bekommen mir auch die Smoothies, die ich mir morgens mache. Es war gewöhnungsbedürftig, da ich morgens sonst nur einen Kaffee zu mir genommen habe. Und jetzt kommt's, auch wenn es wie billige Klischeewerbung klingt: Nach drei oder vier Wochen vermehrten Pickeln (!) ist die Gesichtshaut jetzt wahnsinnig zart und glatt! Wie aufgepolstert! So schnell hätte ich keine sichtbare Veränderung erwartet. Natürlich ist das wohl weniger dem Weglassen tierischer Produkte als dem reichlichen Hinzufügen frischer Früchte und Gemüsesorten mit vielen Nährstoffen und hohem Wasseranteil geschuldet, die Haut bekommt jetzt wohl das, was sie braucht. Auch das, was man immer wieder in punkto Energiezuwachs zu hören bekommt, trifft bei mir zu. Ich bin morgens weniger gerädert und die sonst wohlbekannte Tagesmüdigkeit ist verschwunden.

Bisher funktioniert die vegane Ernährung für mich (! mag bei anderen anders sein) also sehr gut, viel besser als alles, was ich bisher ausprobiert habe. Nicht gut funktioniert hat bei mir 1) die "Forever Young"-Ernährung von Dr. Strunz, von der ich lange Zeit absolut überzeugt war (die Figur war mit viel Sport in der Zeit super, aber die Haut wurde ganz fürchterlich von den vielen Milchprodukten und / oder Eiweißshakes, und ich hatte unangenehme Verdauungsprobleme), 2) reine Rohkosternährung (50/50 in Form von Smoothies geht allerdings) mit Salaten abends, die vertrage ich ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr; 3) Gourmet-Rohkost (macht fett wegen zu vieler Nüsse, Kerne, Öle, Avocados), 4) Makrobiotik (ist lang her, Ende der 90er, reizt den Magen-Darm-Trakt) und nicht zu vergessen 5) die deutsche Hausmannskost (immer dieses Suppenkoma ...). Auch 6) vegetarisch war so lala, weil ich Gemüse durch viel Käse ersetzt habe, den ich im Nachhinein gesehen anscheinend nicht so gut vertrage. Jedenfalls ist es schön, mit veganer Ernährung meinen komischen Dauerschnupfen los zu sein, was die genaue Ursache dafür auch immer gewesen sein mag.
14.11.14 08:50
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung