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Nicht alles was ich habe, brauche ich auch

Das Thema Minimalismus beschäftigt mich schon eine Weile. Ich liebe aufgeräumte, saubere, klare Räume. Ich liebe das Gefühl, nur das zu haben, was ich wirklich benutze.
Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich nochmal umgezogen. Während man in den ersten Jahren nach dem Auszug von daheim und der anschließenden Nestbauphase massenweise Zeug anhäuft, ist dem letzten Umzug 80 Prozent meines Besitzes zum Opfer gefallen. Alle großen Möbel. Der ganze Kellerinhalt. Kistenweise Kleinkram. Säckeweise Textilien. Nur weg, weg, weg. Soviel Krempel wollte ich nie wieder besitzen, das habe ich mir geschworen. Nun bin ich aber eine verspielte Type, die auch was für Deko übrig hat. Ich kaufe außerdem gern Bücher. Und so habe ich schon wieder das Gefühl, dass es langsam unübersichtlich wird. Das Gute: Ich habe nun keinen riesigen Altbau mehr mit einem Wohnzimmer wie ein Ballsaal, sondern eine süße kleine Maisonette-Wohnung auf zwei Ebenen mit einigen Dachschrägen drin. Die ist naturgemäß früher voll. Wehret den Anfängen!

Ich hab echt eine Weile gezögert, weil ich einige Dinge lieber weiterverkaufen oder -verschenken als wegwerfen wollte. Nach dem Motto: Das ist ja noch gut. Aber ich merke, dass mir schlicht die Zeit fehlt, das zu organisieren. Das kommt nie weg, wenn ich es perfekt machen will. Ich gruppiere das Zeug jetzt nach Entsorgungsmodus und weg damit.

Ein Zimmer steht heute besonders im Fokus. Ärmel hochkrempeln, in die Hände spucken - und los geht's.
19.10.14 18:15


Rückblick: Erste Woche

Das Fazit fällt nicht perfekt, aber dennoch positiv aus.

Laufen und Sport: Ich war nicht täglich laufen, jedoch so jeden zweiten Tag. An zwei Tagen habe ich in der Mittagspause Gerätetraining im Fitnessstudio gemacht.

Ernährung: Ich habe vier vegane Rezepte ausprobiert, alle waren sehr gut gelungen und schmackhaft. Am Donnerstag hatte ich nach der Arbeit noch einen Termin und keine Zeit zum Kochen, da gab's halt doch mal Fertigpizza.
Ich habe mir mehrmals Smoothies mit frischem Obst gemixt. Auch den einen oder anderen grünen Tee habe ich mir gebrüht.
Leider habe ich zwischendurch immer mal was geknabbert.

Konsum: Ich kaufe möglichst bio, fair und plastikarm ein. Und auch nur Dinge, die auf jeden Fall verbraucht werden, darauf achte ich. Aber Maß halten dabei? Leider Fehlanzeige. Diesen Monat ist zum Beispiel sehr viel für Nahrungsergänzungsmittel draufgegangen. Nun, ich habe auch den Eindruck, dass es da viel aufzufüllen gibt. Aber auch sonst war ich trotz anderslautender Vorsätze nicht sparsam, sondern hab mich öfter mal damit belohnt, beim Einkauf zur teureren Alternative zu greifen, nach dem Motto, man gönnt sich ja sonst nichts, wofür gehe ich schließlich arbeiten usw.

Lebensstil allgemein: Ich habe weiterhin nicht geraucht und keinen Alkohol getrunken. Auch dann nicht, wenn ich irgendwo zu Besuch oder zum Essen eingeladen war und mir was angeboten wurde, noch nicht mal Samstagnachmittag bei Sonnenschein im Biergarten oder abends im Restaurant. Da hätte ich früher ohne zu überlegen zugegriffen. Und wie das dann so ist, werden aus einem Glas des Öfteren zwei oder mehr, und am nächsten Tag wacht man unfit und mit einem miesen Gefühl auf. Das gehört der Vergangenheit an und ist als neues Lebensgefühl absolut fantastisch.

Ich habe versucht, genug Schlaf zu bekommen, das ist mir zwar nicht immer 100%ig gelungen, aber Hauptsache, ich achte darauf und arbeite keine Nächte mehr durch oder so ein ähnlicher Mist, wie ich ihn vor ein paar Jahren auf dem Karrieretrip mal abgezogen habe. Damals schien es sich auszuzahlen, doch der Preis waren gesundheitliche und familiäre Probleme. Das war es einfach nicht wert, das ist es niemals. Ich habe immer noch Ziele im Job, die sind auch weiterhin wichtig, aber ich lasse es ruhiger angehen, mache mich dafür nicht mehr kaputt.

ALLGEMEINES FAZIT: Ich spüre eine deutliche Verbesserung, und zwar erstaunlicherweise vor allem mental! Ich fühle mich ausgeglichener und geduldiger, sehe alles positiver, und statt mich ständig vom "Müssen" im Alltag getrieben zu fühlen, kann ich auch mal innehalten und das wahrnehmen, was ich gerade tue. In der ersten Zeit fühlte ich mich angreifbarer, launischer, mittlerweile glücklicher und stabiler. Ich kann wieder tagträumen. Ich habe tatsächlich manchmal kleine, grundlose "Glücksanfälle", kann wieder dankbar sein. Nach einer langen Zeit des bloßen verzweifelten Funktionierens tut das wirklich gut.
Energie: Es geht bergauf, sanft, aber spürbar. Nach der kurzen Zeit der Veränderung wirklich erstaunlich. Das motiviert mich sehr, zu sehen, was noch alles möglich ist. Auch die Haut profitiert ganz offensichtlich von Giftfreiheit und dem Nährstoff-Regen.
Schönes Gefühl zur Zeit, eindeutig der richtige Weg.
19.10.14 13:19


Mein Freitag

Heute gönne ich mir mal den Luxus, später ins Büro zu kommen und früher wieder heimzugehen. Arbeit soll auch gar nicht im Vordergrund stehen. Mein Freitag: - Kein Geld ausgeben heute! Ich hab doch alles da. - In der Mittagspause kurz ins Fitness-Studio gehen - Nach der Arbeit laufen gehen - Mir irgendwas Schönes gönnen heute Abend, das nichts kostet - Vegan kochen Projekt für dieses Wochenende: Ich will mal wieder so richtig in der Wohnung rumwüten und tonnenweise Zeug ausmisten. Ich komm nur zum Nötigsten unter der Woche und fühle mich so unfrei, wenn ich den chaotischen Schreibtisch sehe.
17.10.14 08:21


Energie! Geld! Wo fließt ihr bloß hin?

Zwei Dinge, die mich stören:

Erstens: Ich bin abends immer tot. So zwischen acht und neun ist der absolute Tiefpunkt. Da kann ich aber noch nicht ins Bett, so ein bis zwei Stunden bin ich schon noch beschäftigt mit dem Nötigsten an Handgriffen im Haushalt, Orga, einem Anruf hier und da. Klar, ich muss um Viertel vor sechs raus, aber ich bin in den letzten Wochen eigentlich so gut wie immer vor Mitternacht im Bett gewesen.

Ich bemühe mich, aber die Energie ist schnell alle. Das war echt mal anders. Was kann ich tun? Bewusster entspannen? Noch früher ins Bett? Die Dinge noch straffer organisieren (wobei man Unvorhergesehenes ja per Definition nicht einplanen kann, und das ist es oft, was den engen Tagesplan durcheinanderbringt). Mehr Vitamine? Die schütte ich seit einigen Tagen quasi mit der Gießkanne oben rein, als Smoothies und als Pillen, aber das dauert noch. Konsequenter Sport treiben? Ich versuch's ja, aber auch das bringt nur langfristig Resultate, am Anfang macht es eher noch kaputter und müder. Heute hatte ich einen Termin von sieben bis neun (abends) und mache jetzt ganz bestimmt keinen Sport mehr. Knochen sind viel zu müde.

Zweitens: Ich verdiene gut. Und trotzdem geht's jetzt, kurz nach der Hälfte des Monats, schon fast wieder in den Dispo rein!!! Gut, ich war im August und September jeweils im Urlaub und habe kräftig überzogen. Trotzdem: Was ich kaufe, kaufe ich einerseits bewusst, also bio, Fairtrade, umweltfreundliche Verpackung, und ich schmeiße auch möglichst nix weg. Ich kaufe auch einiges an Second-Hand Sachen. Aber beim Konsum bin ich halt doch eine verwöhnte Göre, die sich für anstrengende Tage oder Wochen mit irgendwas Teurem belohnt und nicht aufs Geld schaut. Das finde ich sogar noch irgendwie ok, aber ich gebe auch viel zu viel Geld für Snacks, Kaffee, Getränke unterwegs oder bei der Arbeit aus. Da kommt einiges zusammen.

AM 15. des Monats schon rote Zahlen, das geht einfach nicht. Meine Fixkosten sind ja gar nicht so horrend, die sind es gar nicht. Sondern ich muss meinen Konsum im Auge behalten und ernsthaft mein Verhalten umstellen.

16.10.14 23:03


Vorbildlich

Mittagspause, ausnahmsweise mal daheim verbracht. Hab heute morgen verschlafen, musste mich beeilen, kam nichtmal zum Duschen. Das nachgeholt, vorher noch laufen gewesen.
Einen Smoothie und einen Eiweißshake reingepfiffen, sehr schön für die Nährstoffbilanz.

Affäre rutscht wieder in eine Depression rein, wurde gestern am Telefon wieder deutlich. Immer dann, wenn er merkt, dass ich mich zurückziehe, wenn ihm schmerzlich bewusst wird, dass er mich liebt und ich ihn nur gern habe. Wenn ich mich um meinen eigenen Kram kümmern muss und will. Er tut mir Leid. Aber ich kann doch nicht für das Seelenheil einer anderen Person vollverantwortlich sein?!

Der Ex ist ein paar Tage weg und will sich heute Abend per Skype aus der Ferne melden. Find' ich nett. Ich grüble viel über uns nach in den letzten Tagen, über meine Fehler, seine Fehler, die zehn Jahre Beziehung, den Rosenkrieg, den neuen Frieden, unsere möglichen Chancen... ich weiß eben nicht, was er denkt und fühlt, ob er überhaupt wollen würde, ob er verzeihen könnte, oder ob er es mich ein Leben lang spüren lassen würde, dass er findet, dass ich alles kaputt gemacht habe. Und auch ich fand durchaus nicht alles prickelnd, was er so abgezogen hat, die Frage ist nur, ob man das auch alles mal hinter sich lassen könnte, nach dem Motto: Wir lieben uns doch eigentlich, was machen wir denn hier für einen Käse?

Um beim Thema "Lebenswandlung" zu bleiben, hier mal noch ein nächster Punkt: Ich gebe zu viel Geld für Unsinn aus. 200 Euro ließen sich mit ein paar einfach Maßnahmen jeden Monat einsparen, das möchte ich bald angehen. Dazu ein andermal mehr, jetzt muss ich wieder zur Arbeit fahren.
15.10.14 13:26


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