Startseite
  Archiv
  Vegane Ernährung
  Alkoholstopp
  Rauchstopp
  Wer schreibt?
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/lebenswandlung

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Funkstille innen und außen

Ich habe eine Weile nicht geschrieben, das hatte ganz unterschiedliche Gründe ... der gesunde Lebensstil hat sich soweit etabliert, nur mehr als 2x die Woche joggen fällt mir schwer, der Alltag ist so eng getaktet und das nervt ... ich hatte außerdem zwischendurch wieder Streit mit dem Ex und das setzt mir immer unvernünftig hart zu. Momentan sind wir wieder bei der höflichen, aber kühlen Pflichtkommunikation angekommen. Wie satt ich das alles habe, aber diesmal hab ich draus gelernt, mich nicht mehr drauf einzulassen. Das reinste Katz- und-Maus-Spiel, erst anlocken und dann filetieren, nein danke.
Einmal war ich wieder feiern, das tat gar nicht gut.
Was mir insgesamt zu schaffen macht, ist die Fadheit. Morgens bei Dunkelheit aus dem Haus, abends bei Dunkelheit wieder heim. Der Job macht momentan überhaupt keinen Spaß, weil ich nicht vorankomme und auch die Inhalte mich nicht interessieren. Den Abend verbringe ich dann mit Kochen, Aufräumen und Hausaufgabenhilfe. Wenn ich vor dem Schlafengehen noch eine Doku oder einen Film anschaue, ist das schon Freizeit hoch zehn. Wow.
Mal ehrlich, soll es das jetzt sein?
Und leider: Das, was den Alltag durchbricht, also z.B. Leute zu treffen, ist derzeit trotzdem eher lästige Pflicht. Am Freitag war Weihnachtskochen mit den Kollegen, Samstagabend Konzert, Montag Geburtstagsessen, heute Weihnachtsmarkt, morgen Großeltern besuchen ... es ist durchaus was "geboten", ich hab aber wenig Freude daran. Ich weiß, wie sich das anhört, man hat den Eindruck, da rollt grad voll die Winterdepression heran. Mag schon sein. Es ist eine Mischung aus allem: Eintönige Stressigkeit und gläserne Decke im Job, wenig Zeitfenster, um mal durchzuatmen, Streit-Stress, ein wichtiger und vertrauter Gesprächspartner ist derzeit krank und nicht erreichbar ... und vor allem fehlt mir die Begeisterung, die Leidenschaft für irgend etwas, egal was. Ich habe immer für irgend etwas gebrannt, das war mein Markenzeichen, jetzt ist alles so "blah" ... fehlt irgendwas in meinem Leben? Oder ist eher etwas zuviel? Braucht es einfach nur ein wenig Urlaub, Sonne, Licht?
4.12.14 08:26


Vegan kochen: bisher positive Erfahrungen

Die letzten Tage hatte ich nicht so viel Zeit und Muße, hier was zu schreiben, aber es lief nicht schlecht. Ich bin noch weit von dem sportlichen Pensum entfernt, das ich bräuchte, um mich wieder fit und knackig zu fühlen, aber ich habe an den meisten Tagen irgendwas Kurzes gemacht, entweder eine kleine Runde um den Block oder ein 20-Minuten-Workout in der Mittagspause.

Zum letzten Post möchte ich kurz noch sagen: Sorry, falls der Eindruck entstanden ist, ich hätte mir vor wenigen Tagen nur rgendein Video angeschaut und daraufhin begeistert Hals über Kopf beschlossen, vegan zu leben, ohne mich zu informieren. Ernährung interessiert und beschäftigt mich schon seit vielen Jahren. Daher war das, was in dem Video gesagt wird, für mich nicht wirklich wirklich neu, Ausnahme: Diese Geschichte mit dem Stoff in Milch und Käse war bisher total an mir vorbeigegangen, wahrscheinlich weil ich meinen Milchkonsum vorher nie in Frage gestellt habe - und mich von Käse regelrecht abhängig fühlte. Ich finde das Video ("101 reasons to go vegan") vor allem deshalb empfehlenswert, weil der Referent mal eine völlig andere Sichtweise transportiert als die, die uns beigebracht wird, es ist sehr griffig zusammengefasst und präsentiert.

Was "artgerecht" und natürlich ist für den Menschen, darüber kann man sich trefflich streiten. Die Ernährungs-Foren sind voll von solchen Diskussionen. Ich finde den Paläo-Ansatz zum Beispiel nicht verkehrt, allerdings geht es mir, auch wenn das in diesem Blog bisher nicht zur Sprache kam, bei der vegetarischen/veganen Ernährung auch um die Reduzierung des Tierleids bzw. darum mein Konsumenten-Statement dazu abzugeben. Bio ist auch keine Lösung, wie ich als direkte Anwohnerin eines idyllischen Bauernhofs mit Weidekühen einige Jahre lang (2005-2009) erfahren habe. Die Muttertiere brüllten manchmal tagelang vor unserem Balkon, wenn man ihnen grad ihr Kalb weggenommen hatte. Auch das ist Leid, und damit meine ich nicht die Lärmbelästigung.
Steinzeiternährung mit Fleisch kommt für mich deshalb nicht in Frage. Dennoch danke ich für die interessanten Seitenempfehlungen, ich sehe mich gerne mal um.

Welche Ernährungsform man auch immer wählt, es ist wichtig, sich gründlich zu informieren und darauf zu achten, dass die Vielfalt der Nährstoffe gegeben ist. Sprich, man kann zum obst- und gemüsefreien Pudding-Vegetarier (hab in meinen "Busy years" dank zu vieler Überstunden so gelebt: Es gab jeden Abend Tiefkühlpizza, Kräuterbaguettes, Ofenkäse, panierte Käsetaler und so ... ) oder -Veganer werden und sich damit zugrunde richten, genauso wie man sich als Fleischesser mit viel Salat und Gemüsebeilagen ausgewogen ernähren kann. Als Veganer gilt es vor allem, langfristig auf die Vitamin B12-Zufuhr zu achten, da führt meines Wissens kein Weg an der Supplementierung vorbei.

Zurück zu meinem aktuellen Erfahrungen mit veganer Küche:
Die Rezepte sind absolut alltagstauglich, diese Woche gab es zum Beispiel abends unter anderem Lauchquiche und Spinatrisotto. Der große, spürbare Unterschied liegt vor allem darin: Beides hätte ich mir früher dick mit Sahne zubereitet und mit Käse überbacken, was dann immer Völlegefühl, Magendruck und Unwohlsein zur Folge hatte, das ist hier nach dem Essen nicht so und trotzdem ist man gut satt.
Was bei der "Next Generation" nicht gut ankam, waren die Ofen-Süßkartoffeln (Kritik: zu süß) und "Sahne"-Saucen mit Mandelmus (auch zu süß). Die selben Gerichte mit normalen Kartoffeln und Cashewmus statt Mandelmus hingegen wurden begeistert verschlungen. Wenn man's denn weiß :-)

Ganz wunderbar bekommen mir auch die Smoothies, die ich mir morgens mache. Es war gewöhnungsbedürftig, da ich morgens sonst nur einen Kaffee zu mir genommen habe. Und jetzt kommt's, auch wenn es wie billige Klischeewerbung klingt: Nach drei oder vier Wochen vermehrten Pickeln (!) ist die Gesichtshaut jetzt wahnsinnig zart und glatt! Wie aufgepolstert! So schnell hätte ich keine sichtbare Veränderung erwartet. Natürlich ist das wohl weniger dem Weglassen tierischer Produkte als dem reichlichen Hinzufügen frischer Früchte und Gemüsesorten mit vielen Nährstoffen und hohem Wasseranteil geschuldet, die Haut bekommt jetzt wohl das, was sie braucht. Auch das, was man immer wieder in punkto Energiezuwachs zu hören bekommt, trifft bei mir zu. Ich bin morgens weniger gerädert und die sonst wohlbekannte Tagesmüdigkeit ist verschwunden.

Bisher funktioniert die vegane Ernährung für mich (! mag bei anderen anders sein) also sehr gut, viel besser als alles, was ich bisher ausprobiert habe. Nicht gut funktioniert hat bei mir 1) die "Forever Young"-Ernährung von Dr. Strunz, von der ich lange Zeit absolut überzeugt war (die Figur war mit viel Sport in der Zeit super, aber die Haut wurde ganz fürchterlich von den vielen Milchprodukten und / oder Eiweißshakes, und ich hatte unangenehme Verdauungsprobleme), 2) reine Rohkosternährung (50/50 in Form von Smoothies geht allerdings) mit Salaten abends, die vertrage ich ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr; 3) Gourmet-Rohkost (macht fett wegen zu vieler Nüsse, Kerne, Öle, Avocados), 4) Makrobiotik (ist lang her, Ende der 90er, reizt den Magen-Darm-Trakt) und nicht zu vergessen 5) die deutsche Hausmannskost (immer dieses Suppenkoma ...). Auch 6) vegetarisch war so lala, weil ich Gemüse durch viel Käse ersetzt habe, den ich im Nachhinein gesehen anscheinend nicht so gut vertrage. Jedenfalls ist es schön, mit veganer Ernährung meinen komischen Dauerschnupfen los zu sein, was die genaue Ursache dafür auch immer gewesen sein mag.
14.11.14 08:50


Ist Käse eine Droge?!

Wow, man lernt doch immer noch was dazu. Schonmal von Casomorphin gehört? Das sind Opiate in der Milch, die es so schwer machen, auf Milchprodukte und insbesondere Käse zu verzichten. Ich zählte mich lange zu den Käse-Junkies. Und dann habe ich eine Überraschung erlebt: Ich habe seit dem 1.Oktober vorwiegend vegan statt vegetarisch gegessen, als kleiner Selbstversuch, aus Neugier, und auch, weil ich energielos war und durch den Rauchstopp ein paar Kilo zugenommen hatte. Und was passierte? So quasi nebenher verschwand die Lust auf Käse und andere Milchprodukte. Wie bei der Entwöhnung von einer Sucht.
Das war also die Feststellung in der Praxis, die mich deshalb erstaunte, weil ich es mir doch so lange überhaupt nicht vorstellen konnte, ganz auf Milchprodukte und vor allem Käse zu verzichten. Und dann war es plötzlich nicht mehr wichtig und sogar ein bisschen eklig. Was war denn da passiert?
WARUM das so ist, habe ich erst aus einem Video erfahren, in dem - so ganz am Rande - von diesem Casomorphin die Rede ist. Hatte vorher noch nie davon gehört! Bin geflasht. Ich meine, ich bin mit extrem viel Milch aufgewachsen. Während andere Sprudel und Saft daheim hatten, haben wir meist nur Milch getrunken (warum auch immer, zum Kuckuck). Ich war verschleimt und astmathisch als Kind und hab das aber erst Jahrzehnte später in Verbindung gebracht. Also eigentlich jetzt erst. Und das, obwohl es einen Onkel gab, der sich sehr mit Ernährung beschäftigte (er galt als Sonderling, aber mein Vater und er haben sich gut verstanden) und der schon damals sagte: Du hast schon wieder Bronchitis? Nicht so viel Milch trinken, Milch verschleimt den Körper.
Dieser Onkel geht jetzt auf die 80 zu und hat sich in den letzten Jahrzehnten äußerlich kaum verändert. Er geht joggen und ernährt sich vorwiegend pflanzlich. Mein Vater mit seinen Zigaretten, dem Rotwein, der urdeutschen Hausmannskost und viel "gesunder" Milch ist schon vor 13 Jahren mit Mitte 50 an Krebs gestorben. Ich möchte nicht den gleichen Fehler machen. Ich würde sehr gerne mit 80 nicht nur am Leben sein, sonder auch noch morgens laufen gehen! Ich meine, es wird einem schon als Kind beigebracht, was man essen soll ("Fleisch für Kraft und Eisen, Milch für starke Knochen" ...), es ist eine Gehirnwäsche. Ich bin dabei, die Gehirnwäsche bei mir selbst rückgängig zu machen. Ist gar nicht so einfach, man muss alles hinterfragen. Aber es ist die Mühe wert.

Tipp:
Auf Youtube "101 reasons to go vegan" eingeben und sich auf den Vortrag einlassen. Sehr schön zusammengefasste "Gegen-Gehirnwäsche".
7.11.14 08:26


Es regnet

in Strömen, und ich gehe NICHT laufen. Dafür packe ich mein Mittagspausen-Bündel fürs Fitness-Studio. Vielleicht ergibt sich heute Abend noch die Chance zum Laufen, ich will das auf jeden Fall durchziehen.

Prokrastination
Soweit alles prima, wäre da nicht ein nagendes Problem, das ich schon ewig vor mir herschiebe und das jetzt langsam dringend wird. Es wird nicht einfach verschwinden, wenn ich die Augen zumache und sage, ich wäre abends zu müde, um mich darum zu kümmern. Es belastet mich im Hintergrund. Es könnte an einem Tag erledigt sein, aber ich schleppe es seit Monaten mit mir rum. Es ist eigentlich nur Formsache plus ein wenig organistorische Fleißarbeit. Worauf warte ich nur?!?

Pillen und Pülverchen
Positiv: Bisher war ich auch nach ausreichend Schlaf morgens wie gerädert. Jetzt habe ich zum ersten Mal etwas weniger geschlafen und fühle mich trotzdem fit. Sind die Defizite langsam ausgeglichen? Ich habe wieder einen Smoothie getrunken und gebe mir zweimal täglich mehrere Nahrungsergänzungsmittel. Nach zwei Monaten (!) habe ich jetzt das Gefühl, dass es einen Unterschied macht. Energie, kommst Du endlich zurück? Das wäre wunderbar! Ich möchte noch eine kleine Antioxidanzien-Kur dranhängen mit Alpha-Liponsäure, Carnosin, Cystein (für den Glutathion-Spiegel) und selbstverständlich die Klassiker Carotin, Vitamin C, E, Selen. Danach nehme ich nur noch eine "Erhaltungsdosis" in Form eines Multivitaminpräparats und eines recht niedrig dosierten, aber breit gefächerten "Antioxidant Formula"-Präparats, das ich mag. Vielleicht noch ein Magnesium-Pulver, das ich mir beim Sport in den Drink tun kann.

Ich habe immer noch Angst, dass ich zu lange Schindluder getrieben habe mit meiner Gesundheit und krank werden könnte.
5.11.14 08:10


Kleine kulinarische Erfolge

- Meine erste (bis jetzt noch) nicht-schleimige Hafermilch hergestellt: Haferflocken mit Wasser, Öl, Salz und Agavendicksaft zermixt, durch ein feines Tuch geseiht und - jetzt kommt's - dieses im Unterschied zur Nussmilchherstellung NICHT "gemolken", weil da die Schleimstoffe drinhängen. Ab in den Kühlschrank damit und beobachten, ob die Hafermilch noch nachdickt. Bisher ist sie mir immer misslungen, sie zog manchmal nicht gleich, aber irgendwann doch die typischen Porridge-Schleimfäden, egal auf welchem Weg ich sie hergestellt hatte: Flocken, Körner, Mixer, roh, gekocht ... Vielleicht klappt's jetzt?

- Danach auch Mandelmilch hergestellt: Wenn man das Einweichwasser der Mandeln wegschüttet und nicht nur Süße, sondern auch etwas Salz und Öl hinzufügt wird die Milch richtig gut, ohne penetranten Marzipangeschmack und auch nicht so wässrig.

- Es gab veganen Döner mit hauchdünnen, kross gebratenen Seitan-Scheiben zum Abendessen. Sehr lecker, wenn auch im falschen Fladenbrot (Pita), ich fand's aber nicht so schlimm.

- Für ein Dessert brauchte ich gepoppten Amaranth. Hatte nur den ungepoppten daheim, daher einfach zur Pfanne mit großem Glasdeckel gegriffen und ihn schnell umgewandelt. Wichtig ist, die Pfanne vorher richtig heiß zu machen, nur ca. einen Esslöffel reinzutun und dann sofort Deckel drauf und runter vom Herd, wenn es anfängt in der Küche rumzuschießen.
Doch, für jemanden, der sich bisher vorwiegend von Tiefkühlpizza ernährt hat und fast jedes andere Gericht verwürzen oder anbrennen lassen konnte, läuft das derzeit gar nicht so schlecht. Mich an Rezepte halten, das kann sogar ich :-)
4.11.14 23:12


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung